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Würm - das Ende


Da wo ich am Montag meine Würm-Tour beendet habe, bin ich gestern nicht weiter gelaufen, sondern habe den umgekehrten Weg flussaufwärts gewählt. Der Weg führte mich zu zwei bedrückenden Orten an denen Menschen eingesperrt, gedemütigt, misshandelt und ermordet wurden. Gestartet bin ich an der S-Bahnstation Hebertshausen. Entlang der Bahn und quer durch die Felder zu der Gedenkstätte des ehemaligen Schießsplatzes der SS bei Hebertshausen, wo über 4000 russische Kriegsgefangene umgebracht wurden. Genauere Informationen gibt es hier. Von dort dann Richtung Ortsmitte von Hebertshausen, wo ich dann an das Ufer der Amper gelangt bin. Die Amper entlang, denn wollte ich eigentlich beim Kraftwerk den Fluss überqueren um zur Mündung der Würm. Leider versperrte mir ein geschlossenes Werksgelände das Weiterkommen, so musste ich da halt einen Umweg bis zur nächsten Brücke nehmen. Dann flott flussaufwärts marschiert um zu meinem Etappenziel, der Mündung der Würm,  und dem eigentlichen Weg entlang der Würm zu gelangen. Da der Weg dann aufhörte war ich gezwungen querfeldein in Richtung der Würmmühle zu laufen. Nach kurzer Strecke entlang der "Alten Römerstraße" trifft man auf das KZ-Dachau.  Das direkt an der Würm liegt. Der zweite schlimme Ort aus einer schlimmen Zeit auf meinem Weg. Schön öfters dort gewesen, aber die Erinnerungen was da passiert ist lässt einem immer wieder erschauern und schweigend an die vielen Opfer denken. Von dort, wie schon am Montag, den Bus zum Bahnhof Dachau genommen.
Hier meine Fotos und eine Streckenkarte:

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